Zentralamerika: Magisches Mexiko
Charakter der Reise: Geführte Kleingruppen-Rundreise, 8 - 12 Personen
Reiseziel: Mexiko, Zentralamerika
Geeignet für: Natur- und Kulturinteressierte
Anreise: Interkontinentalflug (nicht enthalten aber über die Buchungsanfrage buchbar)
Reisezeit: 3 feste Termine: Februar, August, Okt./Nov.
Unterbringung: überw. gute Mittelklassehotels, 2 Übern. im Projekt
Reisepreis: ab 1.340,00 € p. P. ohne Flug
Wir begeben uns mit Ihnen auf eine naturkundliche, geführte Entdeckerreise ins Land der Maya. Wollen Sie hoch hinaus? Dann besuchen Sie mit uns das "Volk der Wolken" in über 3000 Metern Höhe. Ob zu Fuß, per Boot oder mit dem Kleinbus - Sie bewegen sich auf dieser Reise auf individuelle Weise durch die verschiedenen Landschaften und Kulturen und lernen Teile des einzigartigen und facettenreichen Mexikos kennen. Begleitet werden Sie von erfahrenen Reiseleitern, die Sie abseits der Hauptwege in die interessantesten und verstecktesten Regionen des Landes führen.
Kunsthandwerk, Wochenmärkte, Wanderungen in spektakuläre Bergregionen, ein indianisches Dampfbad bei einer Indianergemeinde und eine Dschungelexpedition erwarten Sie.
Der Reiseverlauf - Tag für Tag

Tag 1: Ankunft in Oaxaca
Nach der Anreise begrüßen wir Sie in Oaxaca. Die Stadt, 1521 von den Spaniern gegründet, zählt heute fast 600.000 Einwohner und ist sicher eine der schönsten Städte Mexikos. Hier finden sich herausragende Beispiele spanischer Kolonialarchitektur und archäologische Schätze (die Stadt Oaxaca und die Ausgrabungsstätte Monte Alban wurden von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt). Wir machen zusammen einen kleinen Spaziergang durch das historische Zentrum. Wir beenden den Tag auf dem Zocalo, dem Herzstück der Stadt, wo man in einem der zahlreichen Cafes den oaxaquenischen Alltag an sich vorüberziehen lassen und einfach nur genießen kann.
Frühstück inklusive
Tag 2: Besichtigung von Monte Alban und San Augustin Etla
Unser Tag beginnt mit der Besichtigung der archäologischen Ausgrabungsstätte von Monte Alban, der ehemaligen Hauptstadt der Zapoteken. Die Anlage liegt 400 m über der Stadt, auf dem Gipfel eines Berges, der eigens abgetragen wurde, um ein insgesamt 40 Quadrat km großes Areal für die heilige Stadt zu schaffen. Monte Alban wurde etwa 500 v. Chr. gegründet und war somit eine der ersten Städte auf dem amerikanischen Kontinent überhaupt. 900 n. Chr. wurde sie von ihren Bewohnern einfach verlassen und bis heute sucht man nach einer plausiblen Erklärung hierfür.
Die Zapoteken, die einstigen Bewohner der Stadt, zählen noch heute zu einer der größten Bevölkerungsgruppen Oaxacas. Ihre Traditionen, Sprache und Kultur leben in den umliegenden Dörfern der Zentraltäler Oaxacas weiter, was Sie bei unserem anschließenden Besuch des Dorfes San Augustin Etla selber feststellen werden. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung.
Frühstück inklusive
Tag 3: Wochenmarkt in Ocotlan und indianisches Dampfbad
Der Höhepunkt jedes Dorfes im Zentraltal von Oaxaca ist der Wochenmarkt. Hier bekommt man alles was man im indigenen Alltag so braucht- vom Truthahn (noch lebend natürlich) über Heuschrecken bis hin zu schöner Tonware und Brot. Diese Wochenmärkte sind keine Touristenmärkte sondern noch immer traditionelle Märkte der indigenen Bevölkerung. Wir besuchen heute gemeinsam den Wochenmarkt in Ocotlan de Morelos - einer der buntesten und exotischsten der Umgebung.
Am Spätnachmittag haben Sie dann die Gelegenheit sich in die Geheimnisse der traditionellen, indianischen Medizin einführen zu lassen. Einer der wichtigsten Bestandteile dieser Medizin ist auch heute noch der Temazcal, ein Dampfbad, das den Körper und den Geist von negativen Energien und Krankheiten befreit. Dieses Dampfbad ist nicht nur eine einfache Sauna, es ist vielmehr ein ritueller Vorgang, bei dem Wasser, Feuer, Wind und die Erde dazu beitragen, ein spirituelles Gleichgewicht wieder herzustellen. Nach einer allgemeinen Einführung werden Sie an einem solchen Dampfbad teilnehmen. Die Berührung mit dieser uralten Tradition ist nicht nur faszinierend sondern hilft auch die komplexe Gedanken- und Glaubenswelt der Ureinwohner Mexikos besser zu verstehen und zu begreifen.
Frühstück inklusive

Tag 4: Wanderung in der Sierra Norte
Von den heißen und trockenen Zentraltälern geht es heute in die kühlen Höhen der Sierra Norte (2000 m - 3300 m), in die abgelegenen Bergdörfer der Pueblos Mancommunados. Die acht kleinen Dörfer arbeiten seit 1996 im Rahmen eines beispielhaften ökotouristischen Projekts zusammen und organisieren Wanderungen von Dorf zu Dorf. Pinien-Eichenwälder bestimmen das Landschaftsbild und würde man nicht immer wieder über einen Kaktus stolpern, könnte man meinen, man sei in der Schweiz. Ausgangspunkt unserer zweitägigen Wanderung wird Llano Grande sein, ein kleines Dorf auf 3100 m Höhe. Von hier aus laufen wir durch den Wolkenwald zu verschiedenen Aussichtspunkten und einer rituellen Opferstelle der Zapoteken. Unsere Wanderzeit beträgt ca. 5 Std. Die biologische Vielfalt der Sierra Norte ist atemberaubend und es bieten sich immer wieder herrliche Aussichten auf die Zentraltäler Oaxacas. An klaren Tagen sieht man den Pico de Orizaba (mit 5'700 m der höchste Vulkan Mexikos). Die Nacht verbringen wir in den gemütlichen Gästehäusern der Dörfer.
Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive
Tag 5: Wanderung in der Sierra Norte
Nach dem Frühstück geht es von Llano Grande weiter nach Cuajimoloyas, dem größten Dorf der Pueblos Mancomunados. Über Teile eines prehispanischen Handelspfads, der von der Golfküste über das Zentraltal Oaxacas bis an die Pazifikküste führte, wandern wir von Llano Grande nach Cuajimoloyas w in Vergangenheit und Gegenwart. Der Weg führt durch die Schlucht “Cueva de la Iglesia”, in der noch immer Schätze aus der Revolution und das Beutegut vieler Banditen versteckt sein sollen. Die Wanderzeit beträgt auch heute ca. 5 Std. Übernachten werden wir in Cuajimoloyas.
Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive
Tag 6: Ruinenanlage von Yagul und Juchitan - Stadt der Frauen
Nach einem deftigen Bergfrühstück nehmen wir Abschied von der schönen Bergwelt Oaxacas. Zurück führt unsere Reise auf den berühmten Panamerican Highway. Doch bevor die Fahrt weitergeht in die Welt der starken Frauen des Isthmus von Tehuantepec möchten wir Ihnen noch unsere persönliche "Lieblingsausgrabung" im Zentraltal von Oaxaca zeigen. Spektakulär gelegen befindet sich Yagul auf einer Bergkuppe umgeben von uralten Kakteen. Wie Mitla, ist auch Yagul ein hervorragendes Beispiel für die Architektur der postklassischen Zeit (900 n. Chr. - 1500 n. Chr.). Weiter geht es in den Isthmus von Tehuantepec, wo Golf- und Pazifikküste nur 200 km voneinander entfernt liegen. Die Bewohner dieser Gegend leben in einer matriarchalisch geprägten Gesellschaft und die Frauen von Juchitan sind berühmt für ihren Stolz, ihre Würde und ihren Geschäftssinn. Sie tragen bunte, mit großen Blumen bestickte Röcke und Blusen, die ihre Standfestigkeit noch unterstreichen. Die Männer arbeiten meist auf den Feldern oder im Fischfang, der Handel jedoch ist die Domäne der Frauen und sie verdienen somit den Lebensunterhalt der Familie. Die Auswirkung dieser Lebensweise zeigt erstaunliche Ergebnisse: Die Ernährungslage ist laut UNICEF im Schnitt besser als in der USA. Das Durchschnittsgewicht von Säuglingen liegt mindestens um ein halbes Kilogramm höher als im übrigen Mexiko und Juchitan hat die niedrigste Kindersterblichkeit und die höchste Lebenserwartung im ganzen Land. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung um in Ruhe über die Märkte zu schlendern, die ein Fest für Auge und Gaumen sind. Die Fahrzeit vom Zentraltal Oaxacas nach Juchitan beträgt ca. 4 Std.
Frühstück inklusive

Tag 7: Weiterfahrt nach San Cristobal de las Casas
Heute steht eine unserer längsten Tagesetappen bevor, die Fahrt von Juchitán nach San Cristobal de las Casas (Fahrzeit 5,5 Std.). Wir verlassen den Bundesstaat Oaxaca und kommen nach Chiapas, in das Land der Mayas. In Chiapa de Corzo (ca. nach 4,5 Std. Fahrzeit) werden wir eine kleine Pause einlegen, bevor es stetig bergauf geht, durch die Wolken, hinauf in das Hochland von Chiapas. San Cristobal liegt auf 2100 m Höhe und ist von unwiderstehlichem Reiz. Niedrige Häuschen schmiegen sich eng aneinander, als wollten sie sich vor Eindringlingen schützen. Das Stadtbild wird geprägt von den Tzotzil und Tzeltal den Nachkommen der Mayas, die in der Stadt eifrig Handel betreiben und vor allem Kunsthandwerk verkaufen.
Am frühen Abend besuchen wir das Museum von Sergio Castro, einem Agraringenieur, der vor mehr als 40 Jahren in Chiapas hängen blieb und hier mit etlichen Dorfgemeinden zusammenarbeitet. Er baute mehr als 20 Schulen, initiierte Agrar- und Gesundheitsprojekte. Eine seiner wichtigsten Aufgaben besteht in der Behandlung von Verbrennungen. Da die meisten Familien in den Dörfern über dem offenen Feuer kochen, kommt es immer wieder zu schrecklichen Unfällen, vor allem bei Kindern (Verbandsmaterial, Brandsalben und leichte Antibiotika sind eine willkommene Hilfe). Sergio wird Ihnen eine erste Einführung in die komplexe Welt der Mayas geben und über seine Arbeit berichten.
Frühstück inklusive
Tag 8: Besuch der Indianergemeinden San Juan Chamula und Zinacantan
Am frühen Vormittag besuchen wir das Kulturzentrum Na Bolom, in dem Sie einiges über die Arbeit der Schweizer Fotografin und Journalistin Gertrude Duby- Blom und ihren Mann, den Anthropologen Franz Blom erfahren werden.
Nach dem Frühstück brechen wir in zwei der umliegenden Indianergemeinden auf. Hier wird der Konflikt der Indios deutlicher, ein Volk zwischen Moderne und Tradition, zwischen prehispanischem Glauben und Katholizismus. Unser erstes Ziel ist die Gemeinde San Juan Chamula. Die Leute hier haben den Spaniern lange Widerstand geleistet und immer wieder gegen unwürdige Behandlung rebelliert. Fremden gegenüber sind sie heute noch abweisend, und auch ihr Dorf ist wenig einladend. Mit der von den Vorfahren ererbten Gläubigkeit verehren sie ihren Patron, Johannes den Täufer, als Gott - vor Jesus. Das Schaf, das dem Heiligen heilig war, essen sie nicht, nur seine Wolle verwenden sie zur Herstellung ihrer Trachten. Der Besuch ihrer Kirche ist ein einmaliges Erlebnis, nirgends sonst wird die Vermischung aus prehispanischem Glauben und Katholizismus deutlicher.
Zinacantan, das zweite Dorf ist etwas aufgeschlossener. Die Tracht gehört hier noch zum Alltag. Weben und Sticken sind Lebensinhalt der Frauen, und ein Mädchen ist erst heiratsfähig, wenn es die Alltagskleidung für eine Familie herstellen kann. Auch hier besuchen wir die Kirche und sind zu Gast bei einer Familie, die Webarbeit herstellt. Sie sollten sich heute extrem zurückhalten was das Fotografieren betrifft, ein Foto in der Kirche von San Juan Chamula kann einen leicht ins Gefängnis bringen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung, um das Städtchen San Cristobal zu erkunden. Es gibt hier etliche interessante Kooperativen, die es sich lohnt anzuschauen, wie beispielsweise das Museum für traditionelle Mayamedizin oder das Kaffeemuseum. Sie werden von uns mit einem Stadtplan und einer Liste der interessantesten Projekte ausgestattet, damit ihnen die Wahl ein wenig leichter fällt.
Frühstück inklusive
Tag 9: Dschungelexpedition und Lagos de Montebello
Heute beginnen wir den wohl aufregendsten Teil unserer Reise - unsere kleine Expedition in den Regenwald der Lacandonen. Von San Cristobal aus geht unsere Reise in Richtung Comitan und den Lagos de Montebello – unser Eingangstor in den Regenwald. Langsam verändert sich die Vegetation, auf unserem Weg besuchen wir die kleine Ruinenanlage von Tenam Puente und machen mehrere Stopps an den Lagos de Montebello, die wie grünschimmernde Juwelen in einer immer tropischer werdenden Waldlandschaft liegen.
Nach einem Picknick am Ufer des Flusses Lacantun machen wir uns bereit für unsere Kajaktour. Zwei Stunden geht es paddelnd weiter vorbei an den Anfängen des Naturschutzgebietes Monte Azules, immer wieder lassen sich Papageien und Affen sehen, die neugierig unsere Kajaks beäugen. Mitten im Dschungel wartet dann unser Zeltlager auf uns – dort gibt es ein leckeres Abendessen bei Kerzenlicht und Dschungelgeräuschen. Wie es sich für “echte” Expeditionsmitglieder gehört übernachten wir eine Nacht im Zelt.
Frühstück, Lunchpaket und Abendessen inklusive

Tag 10: Kajaktour und Dschungelwanderung
Am Morgen besteigen wir wieder unsere Kajaks. Weiter geht es auf unserer Flusstour durch das Naturschutzgebiet Monte Azules. Die Ureinwohner dieser Region sind die Lacandonen, sie gelten als die Ur- Mayas schlechthin, sie wurden niemals mit Waffen erobert, weder von den Azteken noch von den Spaniern. Lange Zeit erhielt ihnen das ihre traditionelle Lebensweise. Heute gibt es nur noch ca. 600 Lacandonen, die zurückgezogen im Regenwald zwischen den Flüssen Usumacinta und Jatate leben. Aber nur noch wenig von ihnen leben traditionell. Über 70% dieses einst 13.000 km² großen Urwaldgebietes ist vernichtet. Geht der Trend so weiter, wird der primäre Regenwald von Chiapas in weniger als 50 Jahren komplett verschwunden sein. Ökotourismus und die Gründung des Naturschutzgebietes von Montes Azules versuchen dem Waldsterben mit Streichholz, Axt und Kettensäge Einhalt zu gebieten.
Die von uns besuchten Projekte sind Bestandteil dieses Schutzgebietes. Per Kajak und auf einer Dschungelwanderung zu einer noch nicht “entdeckten” versunkenen Mayastadt lernen wir über die noch existierende artenreiche Flora und Fauna dieses einzigartigen Ökosystems. Die Nacht verbringen wir in Las Guacamayas. Schnell werden Sie die vorherige Nacht im Zelt vergessen, denn in Mitten des Regenwaldes liegt hier ein kleines Paradies…wunderschöne Cabañas warten auf Sie. Die Dschungellodge wird von der Gemeinde geführt. Brüllaffen, Tukane, Weißschwanzhirsche und der vom Aussterben bedrohte Rotschwanzara tummeln sich auf der Anlage. Ein wahres Paradies – nicht nur für die Tiere…
Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive
Tag 11: Bootstour und Besichtigung von Yaxchilan
Haben Sie noch genug Mückenschutzmittel und Trinkwasser dabei? Dann kommen Sie bitte an Bord (diesmal auf's Motorboot). Verbindende Schlagader in der Welt der Maya war der Rio Usumacinta, der wasserreichste Fluss Mittelamerikas. Die Ausgrabung Yaxchilan ist nur über den Fluss zu erreichen, nach 40-minutiger Bootsfahrt taucht die versunkene Stadt wie eine Fata Morgana in Mitten des Regenwalds auf. Wir tauchen weiter ein in die Vergangenheit der Mayas. Nach unserer Besichtigung geht die Fahrt nun endlich weiter zu den Lacandonen. Unser Ziel ist Lacanja, ein kleines Lacandonen -Dorf. Ein entspanntes Bad in einer Quelle mit glasklarem Wasser lässt uns die Anstrengungen des Tages vergessen. Wir übernachten nochmals im Herzen des Dschungels, denn unsere Cabañas liegen am Ufer des Flusses Lacanja.
Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive
Tag 12: Bonampak und Weiterfahrt nach Palenque
Unser Tag beginnt mit der Besichtigung von Bonampak. Die unglaublichen Wandmalereien sind die künstlerisch schönsten in Mesoamerika, eine Bilddokumentation von unschätzbarem Wert. Die Anlage ist relativ klein und wird von den Lacandonen verwaltet, die hier auch überall ihr Kunsthandwerk verkaufen. Heute geht es langsam wieder zurück in die Welt der “normalen” Touristen, zurück in die Zivilisation. Wir verbringen die Nacht im Naturschutzgebiet von Palenque auf einer Kautschukplantage. Hier essen wir erst einmal zu Mittag und quartieren uns ein bevor wir uns aufmachen zur sagenumwobenen Ruinenstadt. Palenque gilt als der Inbegriff einer im Urwald versunkenen Maya-Stadt. An drei Seiten umgeben von dichtem Regenwald, befinden sich die Ruinen genau dort, wo die Berglandschaft Chiapas in die weite Ebene der Halbinsel Yucatan übergeht. Nur 2% der Stadt Palenque wurden restauriert und freigelegt, mehr als 2500 Gebäude liegen vom Urwald überwuchert im Dornröschenschlaf. Wie nahezu alle Städte der Klassik wurde sie um 900 n. Chr. verlassen. Die meisten Touristen besuchen Palenque am frühen Morgen, wir haben das Privileg hier den Spätnachmittag verbringen zu können und eine der meist besuchen Ruinenanlagen Mexikos ganz in Ruhe zu genießen. Übernachtung in Palenque.
Frühstück inklusive
Tag 13: Transfer nach Calakmul
Wir verlassen heute den Bundesstaat Chiapas und unsere Reise führt uns auf die Halbinsel Yucatan. Weit weg vom Hochland beginnt jetzt ein Mexiko anderer Art. Die dünnbesiedelte Halbinsel ragt wie ein grüner Daumen in die karibische See hinein, eine riesige Kalk- und Karsttafel, flach wie eine Tortilla. Wir bewegen uns in Richtung Calakmul auf der noch wenig touristisch erschlossenen Seite Yucatans. Die Ausgrabung von Calakmul und das dazu gehörige Naturschutzgebiet wurden vor drei Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Aber noch finden wenige Touristen ihren Weg in dieses schwer zugängliche Gebiet. Wir essen zu Mittag auf dem Campamento von Leticia und Fernando. Die beiden gründeten schon vor Jahren ein sehr engagiertes Tourismusprojekt mit den umliegenden Gemeinden von Calakmul. Das Naturschutzgebiet ist ihr zu Hause.

Tag 14: Die Ausgrabungsstätte von Calakmul
Wir besuchen die Ausgrabungsstätte von Calakmul, die erst seit kurzem zugänglich ist. Ihre Lage inmitten des Dschungels sowie die riesige Ausdehnung machen diese Stadt aus der klassischen Maya-Periode unwiderstehlich. Mit einer Breite von rund 70 km handelt es sich wahrscheinlich um die größte archäologische Ausgrabungsstätte Mesoamerikas. Allein der Zentralteil umfasst 7000 Gebäude und mehr Pyramiden als jede andere Maya Stadt. Die Pyramide von Calakmul ist das größte bekannt gewordene Mayabauwerk überhaupt, errichtet auf einer 2 ha umfassenden Plattform. Seine sagenhafte Aussicht über den Regenwald wird nur noch von Tikal übertroffen. Vor allem wenn man früh herkommt, sieht man auch Tiere – Bisamschweine, Tukane, Klammeraffen und sogar Jaguare...“ Übernachten werden wir an der Laguna Bacalar, dem zweitgrößten See Mexikos.
Frühstück inklusive
Tag 15: Transfer nach TulumTulum, Mexico
Nach dem Frühstück geht unsere Reise weiter zu unserem letzten Zielort – nach Tulum. Wir machen einen Halt an einem der zahlreichen Cenotes. Für die Mayas waren sie heilig – Eingangstore zur Unterwelt und Trinkwasserversorgung. Sie entstehen durch unterirdische Wasserströme, die den Kalkstein so weit aushöhlen, dass die Erde über ihnen einbricht – kleine, kristallklare Seen, die wie Türkise auf der Oberfläche Yucatans schwimmen. Den Nachmittag können Sie am einsamen Strand von Tulum an der Karibikküste Mexikos unter Palmen genießen. Wie durch ein Wunder wurden die Strände um Tulum vom Bauboom Cancuns verschont.
Unsere kleine Hotelanlage liegt nur 7 km von der berühmten Ausgrabungsstätte Tulums entfernt, verbunden durch einen fast menschenleeren Strand. Und so können Sie den Nachmittag auf verschiedene Weise verbringen…ein ausgedehnter Strandspaziergang und Besichtigung von Tulum oder einfach Liegestuhl oder Hängematte mit Blick auf das türkisfarbene Wasser der Karibik…
Frühstück inklusive
Tag 16: Optionale Bootstour im Naturschutzgebiet Sian Ka'an
Haben Sie Lust auf einen letzten Ausflug? Dann erwartet Sie heute sicherlich ein letzter Höhepunkt, die Bootstour in das Biosphärenreservat Sian Ka'an, dem “Geschenk des Himmels”. Sian Ka'an ist das bedeutendste Naturschutzgebiet an der Karibikküste Mexikos und wurde 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
5000 Quadrat km große, weglose Wildnis – Mangroven, Schilfgebiete, Lagunen und Seen. Heimat von hunderten von Vögeln, Seeschildkröten, Seekühen usw. Da dieser Ausflug optional ist empfehlen wir Ihnen Ihren Ausflug mit CESIAK (Centro Ecologico de Sian Ka'an) zu organisieren. www.cesiak.org. Übernachtung in Tulum.
Frühstück inklusive
Tag 17: Strandtag in Tulum
Ein weiterer Tag zur freien Verfügung in Tulum. Genießen Sie nochmals den Strand oder machen Sie einen Fahrradausflug zu den Ruinen Tulums. Übernachtung in Tulum.
Frühstück inklusive
Tag 18: Rückflug nach Deutschland ... Adios Mexico!
Heute heißt es Abschied nehmen. Ein Transfer bringt Sie vom Hotel zum Flughafen Cancun. Hier treten Sie entspannt die Heimreise an. Ankunft in Deutschland am nächsten Tag.










